IMG 1796

Berlin besitzt eine Friedhofslandschaft unvergleichlicher Vielfalt auf über 200 Standorten. Die zahlreichen historischen Grab– und Friedhofsanlagen sind herausragende Zeugnisse der Kunst–, Kultur– und Stadtgeschichte, die den Besitzern und Friedhofsbetreibern jedoch oft mehr Sorgen als Freude bereiten. Obwohl schon während der 80er Jahre in beiden Stadthälften Zeichen zur Sepulkralthematik gesetzt wurden, rückte sie nach Überwindung der Teilung noch stärker in das öffentliche Interesse.

WB HB

Der Standort des künftigen Bauhaus-Museums ist einzigartig: Das neue Museum wird sich zwischen dem ehemaligen und einzigen „Gauforum“ der NS-Diktatur und der grünen Kulturachse der Weimarer Republik, einem Volkspark von nationaler Bedeutung, erheben.

Spaghetti Monster

"Aus der Vogelperspektive betrachtet entfaltet das "Spaghettimonster" aus Bahngleisen, Autobahn und Stadtstraßen rund um Funkturm und S-Bahnhof Westkreuz noch eine gewisse Ästhetik", schreibt in ihrem Artikel zum AIV-Schinkel-Wettbewerb 2017 die Autorin Isabel Jürgens.

Schinkel 1781 1841

 

Vor 175 Jahren starb mit Friedrich Schinkel einer der bedeutendsten deutschen Architekten aller Zeiten. Trotz großer Verluste durch Abbruch und Krieg haben sich in Berlin und Potsdam zahlreiche Schinkel-Bauten unterschiedlichster Bestimmung erhalten. Sein Altes Museum, das Schauspielhaus, die Friedrichswerdersche Kirche setzten Maßstäbe. In Galerien und Museen künden Gemälde, Zeichnungen, Schriften und Ausstattungen aller Art von seiner allumfassenden Künstlerschaft. Viele hochbedeutende Baudenkmale in Stadt und Land verdanken seinem Eintreten und seiner Fürsorge ihre Existenz. Karl Friedrich Schinkel starb am 9. Oktober 1841 nach langer schwerer Krankheit in seiner Wohnung in der von ihm errichteten Bauakademie. Auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Chausseestraße wurde er bestattet, in einem Berliner Ehrengrab.

AIV zu Berlin

Westkreuz - Mit Mut und Fantasie das Spaghettimonster entwirren

Berlin, 27.09.2106. Der AIV-Schinkel-Wettbewerb 2017 widmet sich dem Berliner Westkreuz, einem der zentralen Verkehrsknotenpunkte und stellt damit die Folgen der autogerechten Stadt auf den Prüfstand.

Über die Jahre hat sich rund um das Westkreuz eine Terra incognita gebildet, die sich kaum zu Fuß oder per Rad durchqueren lässt. Das Nebeneinander aus Auto- und Bahntrassen zerschneidet das Stadtgefüge, zwischen den angrenzenden Stadtteilen bestehen kaum Verbindungen. Auch der zentral gelegene S-Bahnhof Westkreuz ist kaum erreichbar. Mit den Verkehrsbauwerken sind nicht nur deutliche Einschränkungen für Mensch und Umwelt verbunden, sie hemmen auch die städtebauliche Entwicklung des Umfeldes bis hinein in die Innenstadt. Entsprechend verharrt das Umfeld des ICC wie des Zentralen Omnibusbahnhofs in einem trostlosen Zustand.

Nr. 3 W Westkreuz aivsw17 westkreuz 01 20160605 163302

Unterwegs im Wettbewerbsgebiet: Berliner S-Bahnring entlang der Stadtautobahn A 100 Richtung ICC und Autobanhdreieck Funkturm

Das Wettbewerbsgebiet umfasst, vom Autobahnkreuz Funkturm ausgehend, der Avus und der A 100 folgend über den S-Bahnhof Westkreuz hinaus bis hin zur Neuen Kantstraße und der Masurenallee, eine Fläche von rund 140 ha.

Raj_2.jpg

Foto: Ariel Huber

Mahendra Raj begann seine Karriere 1951 als erster Ingenieur auf der Baustelle von Chandigarh. Fünf Jahre arbeitete er im indischen Team an der Ausführung jener Regierungsbauten von Le Corbusier, die im Juli 2016 als Weltkulturerbe gelistet wurden. Nach einem Studium in den USA eröffnete er ein eigenes Büro in seiner Heimat. Der 91-Jährige gilt heute als wichtigster Tragwerksplaner Indiens, denn mit seinen innovativen Lösungen für Bauten in Sichtbeton prägte er entscheidend die Architektur nach der Unabhängigkeit des Landes.

02 pict slider 06

Die Zukunft des Gärtnerns liegt in Berlin. Ab 13. April 2017 findet hier ausgehend von Marzahn-Hellersdorf die Internationale Gartenausstellung Berlin 2017 statt. Inmitten einer der größten Plattenbausiedlungen Europas dreht sich dann alles um grüne Stadträume und Kultur in unterschiedlichster Dimension und Gestalt. Insgesamt rund 100 Hektar umfasst die IGA-Ausstellungsfläche in Berlins östlichstem Stadtbezirk. Das IGA-Gelände, das die bereits bestehenden „Gärten der Welt“, das weitläufige Wuhletal mit dem Kienberg und die markante Marzahner Hochhaussilhouette miteinander verbindet, bietet beste Voraussetzungen, um Gartenkunst, Landschaft und grüne Kultur vielfältig und überraschend zu gestalten. Über die Baustelle führt uns Frau Andrea Gerischer, Mitarbeiterin des Besucherzentrums.

SAE_1858_081.jpg

Download PDF hier

Kein Bau Karl Friedrich Schinkels hat den letzten Weltkrieg in Berlin unbeschadet überstanden. Das gilt auch für die Friedrichswerdersche Kirche. Aber nach zwei größeren Renovierungen war deren Innenraum der einzige, der noch in der Originalversion Schinkels zu erleben war. Obwohl nicht gleichermaßen gefeiert  wie die abgeräumte Bauakademie gilt sie in ihrer klassizistischen Interpretation der Gotik doch als Beleg für Schinkels meisterliche Adaption überkommener Formen in einem zeitgenössischen Verständnis (s. auch den offenen Brief der Architekturhistoriker, Freigang et al. 2016).

Eindrücke vom AIV Terrassenfest am 08. September mit vielen Gästen auf der herrlichen Dachterrasse, Live- Musik und Vernissage Hannah Becher Malerei, grandios!

Die Werkschau ist weiterhin bis zum 16.12.16 Dienstags und Donnerstags zwischen 10-15 Uhr (und nach Vereinbarung) in den Räumen des AIV, Bleibtreustraße 33 (am Ku'damm), zu sehen. Weitere Informationen zur Künstlerin Hannah Becher finden Sie hier.

AIV_TERRASSENFEST_080916_-_18.jpg

IMG 1148

Die Werkschau war vom 08.09 - 16.12.2016 zu sehen. Weitere Informationen zur Künstlerin Hannah Becher finden Sie hier.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie weiter surfen akzeptieren Sie die Verwendung. Mehr Informationen