AIV Wahlen Kammer 2017

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, dieser Tage erhalten Sie von der Architektenkammer Berlin Post zur Wahl der Vertreterversammlung. Die Kandidaten des AIV zu Berlin finden Sie auf der Liste mit dem Kennwort AIV - Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin.

Berlins Planungsämtern fehlt das Personal. Mit dramatischen Folgen, wie Anja Nehls in ihrem Beitrag für den Deutschlandfunk berichtete, für den sie Tobias Nöfer vom AIV Berlin interviewte. Der freischaffende Architekt ist Mitglied im Vorstand des AIV zu Berlin und kennt wie viele andere seiner Kolleginnen und Kollegen die Misere aus eigener Erfahrung.

Sendung vom 18.1.2016 im Deutschlandfunk. Gegen die Zustände in der Verwaltung protestierte der AIV zu Berlin in einem Offenen Brief vom Dezember 2016.

Mehr dazu in den Medien hier im Tagesspiegel und in der Berliner Woche.

 

 

Berlins Planungsämtern fehlt das Personal. Mit dramatischen Folgen, wie Anja Nehls in ihrem Beitrag für den Deutschlandfunk berichtete, für den sie Tobias Nöfer vom AIV Berlin interviewte. Der freischaffende Architekt ist Mitglied im Vorstand des AIV zu Berlin und kennt wie viele andere seiner Kolleginnen und Kolleggen die Misere aus eigener Erfahrung.

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AIV Bauakademie Programm

Bauakademie – Was und Wie?

Der Bund stellt die finanziellen Mittel für den Neubau bzw. Wiederaufbau der Bauakademie am Schinkelplatz in Mitte – die Bauakademie wird somit ein öffentliches Gebäude werden. Was soll in das Gebäude hinein und welche Gestalt soll die „neue Bauakademie“ haben? Hierüber spricht an diesem Abend im Berlin-Saal ein hochkarätiges Podium. Die Einladung im Volltext hier.

Termin: Mittwoch, den 08.03.2017 um 19:00 Uhr in der Zentral- und Landesbibliothek – Haus Berliner Stadtbibliothek, Breite Str.30 – 36, 10178 Berlin; AIV- Mitglieder melden sich kostenfrei beim Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an, alle anderen kostenpflichtig dierekt auf der Seite der BWG

Schreiben und Pressemitteilung des AIV vom 16.01.2017 an Frau Dr. Barbara Hendricks, Senatoren und Beteiltigte mit konkreten Vorschlägen zum Programm einer Internationalen Bauakademie

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Architektur wird im ‚Dritten Reich‘ und in der Analyse der Architektur des ‚Dritten Reichs‘ immer wieder als ‚Wort aus Stein‘ bezeichnet. Damit wird ein enger Zusammenhang von Politik und Baukunst behauptet, was vor 1945 zur Nähe der Architektur zum Nationalsozialismus beitrug und nach 1945 zu massiven Forderungen, diese weiterhin als sprechend empfundene Architektur abzureißen. Zugleich gibt es Architekten, Architekturtheoretiker und Bauhistoriker, die das Sprechen der Architektur als Wunschdenken abtun und die Bauten aus der Zeit des ‚Dritten Reichs‘ als vorzügliche Beispiele einer überpolitischen klassizistischen Ästhetik verstehen. Aber was ist das, ein ‚Wort aus Stein‘?  Ein Befehl, eine Gebrauchsanweisung, ein Manifest, eine Predigt, ein Poem, ein Roman, ein Lullaby (Kinderschlaflied)? Oder gar ein unschuldiges weißes Blatt?

Vortrag von Eduard Führ, bis zu seiner Emeritierung Inhaber Lehrstuhl Theorie der Architektur an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.

Termin: Montag, den 30.01.2017 um 19:00 Uhr im AIV Bleibtreustrasse 33, 10707 Berlin. Anmeldung nicht erforderlich

AIV 5 von 21

AIV Neujahrsempfang am Freitag: Vernissage Sabine Wild, Publikation AIV Forum 1/2017, viele Gäste, neue Kontakte - bei Glühwein und Sekt stoßen wir auf das Neue Jahr an und freuen uns auf spannende Veranstaltungen (30.01 geht es los mit Eduard Führ zu Speer/ Krier/ Pinnau), Fortschritte bei der Debatte zu einem tragfähigen Programm der Internationalen Bauakademie Berlin, dem AIV Schinkelfest am 13.03 mit Bekanntgabe der Preisträger des größten deutschen Nachwuchs- Wettbewerbes, und vieles mehr!

Pressemitteilung des AIV vom 16.01.2017 an Frau Dr. Barbara Hendricks, Senatoren und Beteiltigte mit konkreten Vorschlägen zum Programm einer Internationalen Bauakademie

AIV Bauakademie Programm

„Die Schinkelsche Bauakademie wird wiederaufgebaut als ein öffentlicher Ort der Lehre, Forschung, Präsentation und des Diskurses über die Zukunftsthemen der Städte und der Architektur.“   

(Koalitionsvereinbarung zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) Landesverband Berlin, DIE LINKE Landesverband Berlin und BÜNDNIS 90/ Die Grünen Landesverband Berlin für die Legislaturperiode 2016-2021, Zeile 232-234).   

Der Brief des AIV zum Download

27 Jahre nach der Wende und 21 Jahre nach dem Abriss des DDR-Außenministeriums hat sich im Land Berlin politisch ein Konsens darüber gebildet, was von vielen Experten und Vereinen seit langem vertreten wurde: Die Schinkelsche Bauakademie am Schinkelplatz 1 muss wiederaufgebaut werden. Auch auf Bundesebene ist spätestens seit dem Richtfest des Humboldt Forums klar, dass an jenem Ort, an dem Musterecke, Fassadenfolie und Roter Saal zunehmend Patina ansetzen, gehandelt werden muss. In der Einsicht darüber, dass neben dem Humboldt Forum auch dieses Vorhaben von bundesweiter Tragweite ist, wurde parallel zur Vereinbarung der Berliner Koalition aus dem Bundeshaushalt das notwendige Budget zum Wiederaufbau zur Verfügung gestellt. Mit der finanziellen Zuwendung des Bundes zum Wiederaufbau rückt die Frage nach Botschaft, Nutzung und Trägerschaft einer künftigen Bauakademie in das öffentliche Interesse.

2016 2017

Als Reaktion auf den Offenen Brief des AIV zu Berlin vom 13.Dezember 2016 erklärte der neue Stadtentwicklungsstadtrat für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Oliver Schruoffeneger (Grüne), gegenüber dem Tagesspiegel , für mehr Personal fehle das Geld. Den vollständigen Artikel lesen Sie hier  Der Tagesspiegel .

Die Stadt fährt Vollgas und die Politik zieht die Handbremse

Sehr geehrte Damen und Herren,

es wird auch Ihnen und den Verantwortlichen in den Bezirksämtern nicht entgangen sein, dass Berlin seit einigen Jahren eine dynamische Entwicklung vollzieht. Die Stadt wird mehr und mehr zu einer faszinierenden und zunehmend auch wirtschaftsstarken Metropole, das weiß alle Welt. Im krassen Gegensatz dazu steht das Verhalten der Organe des Landes Berlin. Der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin möchte Ihnen mit diesem Schreiben ein Beispiel bringen von unhaltbaren Zuständen in der Berliner Verwaltung, und davon, wie es nicht weitergehen kann.

Das Stadtplanungsamt Charlottenburg-Wilmersdorf ist chronisch so unterbesetzt, dass es nicht einmal mehr die üblichen und unbedingt notwendigen Beratungstermine zur Verfügung stellen kann. Dies liegt nicht nur an Krankheit und anderen Ausfällen, sondern schlicht und ergreifend an Untätigkeit im Personalmanagement. Vor allem also daran: die Stadt fährt Vollgas und die Politik zieht die Handbremse.

So ist zum Beispiel die Stelle des stellvertretenden Leiters der Bauleitplanung aus Sparsamkeit seit 2 Jahren unbesetzt. Und die Bezirkspolitik meint, dass es ausreicht, wenn sie – wie jetzt das Ziel ist – frei werdende Stellen innerhalb von 7 Monaten wiederbesetzt. Es müssen aber 0 Monate sein!

An einem Morgen letzter Woche zur normalen Geschäftszeit zum Beispiel war das Stadtplanungsamt mit nur einem einzigen Mitarbeiter besetzt, der verzweifelt wie Sisyphos versucht den Berg an Vorgängen abzuarbeiten. Davon wird der sicher auch bald krank.

Das Beispiel zeigt eines sehr deutlich: Die Berliner Planungsämter sind überfordert und brauchen dringend mehr Personal, um mit dem rasanten Wachstum der Stadt mitzuhalten.

Es ist sicher falsch an den Stellen Geld zu sparen, die das Land aus seiner finanziellen Misere holen könnte. Es muss das Steuergeld zur Verfügung gestellt werden, das die Bürger dem Staat zahlen, damit der seine Geschicke zum Wohle aller lenkt. Die derzeitigen Zustände sorgen dafür, dass Bauvorhaben verzögert oder ganz abgesagt werden, die die Stadt dringend benötigt. Wird hier nicht umgehend massiv gehandelt, ist der soziale Frieden gefährdet. Es ist erstaunlich aber wahr, wie banal die Hintergründe sind. Das ist das Gegenteil von dem was die Politik in Sonntagsreden ankündigt und Koalitionsverträgen vereinbart.

Für den Vorstand des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Berlin e.V.

Tobias Nöfer, Architekt

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