St Hedwig Innenraum

Referentin: Dr. Sabine Schulte, Landesdenkmalamt Berlin

1953-63 wurde in Berlin die stark kriegszerstörte St. Hedwigs-Kathedrale wiederaufgebaut. Unter den Bedingungen des Kalten Krieges und der Spaltung der Stadt gelang mit der Vollendung des (Ost-) Berliner Bischofssitzes einer der bedeutendsten Leistungen kirchlichen Wiederaufbaus nach 1945. Ihre Gestalt verdankt die Kathedrale einer weltläufigen architektonisch-künstlerischen Raumschöpfung, die zugleich ein herausragendes Denkmal des Katholizismus ist.

Vielschichtig und hochpolitisch sind die Bedeutungen des im Geist der Reformen des II. Vatikanischen Konzils geschaffenen Kathedralraums. Architektur ist hier Bekenntnis – Ausdruck einer Tradition, in der für Katholiken aus Ost und West Erneuerungskraft, Zukunftsorientierung und Universalität liegen. Gerade weil die Überlieferung dieses national wertvollen Kulturerbes aktuell von Fragen der liturgischen Praxis und von innerkirchlichen Richtungsentscheidungen abhängig gemacht wird, liegt die Vermittlung dieser historisch-künstlerischen Zusammenhänge auch über Kreise der Kirche und Denkmalpflege hinaus im öffentlichen Interesse. Die Entscheidung über die Zukunft dieses hochbedeutenden Raum- und Geschichtsdenkmals ist auch von eminenter erinnerungspolitischer Tragweite.

Dr. Sabine Schulte plädiert als Sakralbau-Expertin dafür, ein Berliner Kulturdenkmal von einzigartigem Kunst- und Zeugniswert zu bewahren, und dagegen, ein bis heute bewegend modernes geistiges Raumzeichen zur Disposition zu stellen. Sie referiert über technisch notwendige Ertüchtigungen, eine zeitgemäße In-Wert-Setzung und nutzbringende Lösungen für die Kathedrale.

Dr. Peter Lemburg/ AIV

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Termin: Dienstag den 08.09.2015 um 19.00 Uhr im AIV.

Tagung Vision u Konstruktion Seite 1

Das Symposium wendet sich vor allem an Bauingenieure, konstruktiv interessierte Architekten und Studierende

Das Tragwerksplaner Symposium – Vision und Konstruktion thematisiert anhand herausragender nationaler und internationaler Beispiele die kreative Arbeit der Ingenieure, ihre Ideen bei der Tragwerksentwicklung und der Konzeption von Gebäuden. Besonders interessiert dabei der adäquate Umgang mit den unterschiedlichen verwendeten Materialien, ebenso wie die praktische Umsetzung des Tragwerkskonzepts auf der Baustelle. Der subjektive Zugang der planenden Ingenieure und ihre Ideen und Standpunkte werden von international bekannten Referenten vorgestellt und laden zur Diskussion ein.

Termin: Freitag, 09. Oktober 2015, 9:00 - 18:00 Uhr in der UdK/ Einsteinufer 43-53; Programm siehe Link

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Gebäude und Räume ähneln Instrumenten: Architektonische Körper sowie deren Material, Oberflächen und Anordnungen erzeugen Resonanzen und wirken so sensorisch auf den Menschen. Architektur und Resonanz stellt die Frage nach guter Architektur für unsere Zeit neu im Hinblick auf akustische und multisensorische Experimente und Theorien der Moderne und zeigt Planungsansätze auf, bei denen wieder eine ganzheitliche Ansprache aller menschlichen Sinne im Zentrum steht.

Prof. Dr. phil. Dr. Ing. habil. Christoph Metzger, Professor für Kunstwissenschaft mit Schwerpunkt Theorie und Geschichte der Klangkunst/ Installation, Institut für Kunstwissenschaft an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig

Termin: Montag den 13.07.2015 um 19.00 Uhr im AIV.

Anmeldung erbeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, telefonisch oder per Fax 030 / 8854583

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Abb.: Der Molkenmarkt - Herz des alten Berlin

Der Blick auf die große, unwirtliche Straßenkreuzung „Molkenmarkt“ zeigt beispielhaft, was der historischen Berliner Mitte verloren gegangen ist: die Zerstörungen und der Umbau zwischen 1933 und 1989 haben den in mehr als 800-jähriger Geschichte gewachsenen Stadtkern radikal verändert und das kleinteilige private Bodeneigentum, vor allem das jüdische Eigentum, beseitigt. Die Erinnerung an die beiden Diktaturen erfordert einen reflektierten Umgang mit deren Zeugnissen. Das heißt vor allem: erhaltende Reurbanisierung.

Harald Bodenschatz, Stadtplaner und Soziologe, arbeitet als Assoziierter Professor am Center for Metropolitan Studies der TU Berlin und ist Mitglied im Vorstand des AIV zu Berlin.

Termin: Montag den 29.06.2015 um 19.00 Uhr im AIV. download pdf

Anmeldung erbeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, telefonisch oder per Fax 030 / 8854583

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Besonderheiten aus der Tragwerks- und Bauplanung (Architekt: Daniel Libeskind)

Der Vortrag wird von Dipl.-Ing. Dieter Enseleit (GSE Ingenieur-Gesellschaft mbH Saar, Enseleit und Partner) gehalten. Die GSE war mit der kompletten Tragwerksplanung für Neu- und Umbau einschließlich der Nachweise von Bauzuständen und der konstruktiven Nachweise für die Fassade beauftragt. Ergänzend zur Bauüberwachung durch den Architekten war die GSE auch mit der konstruktiven Überwachung der Tragwerke beauftragt.

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Termin: Montag den 22.06.2015 um 19.00 Uhr im AIV. Anmeldung erbeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, telefonisch oder per Fax 030 / 8854583

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