Friedrichstraßenpassage heute

Sabine Kuban (M.Eng.) von der BTU Cottbus Senftenberg berichtet zu ihrem Forschungsthema zu frühen Eisenbetonkonstruktionen in Berlin von 1880 bis 1930. Der Eisenbetonbau, heute üblicherweise Stahlbetonbau genannt, fand in Deutschland in der Industriemetropole Berlin einen ersten Schwerpunkt seiner Entwicklung. Gustaf Gustav Adolf Wayss siedelte mit seiner Firma und den Nutzungsrechten an den „Monier-Patenten“ im Jahr 1885 nach Berlin über. Er und später auch Matthias Koenen waren in den ersten Jahren maßgebend an der Verbreitung der neuen Bauweise beteiligt. Der Vortrag präsentiert eine Auswahl an Bauten aus der Frühzeit, die im Rahmen der Dissertation mit dem Arbeitstitel "Frühe Eisenbetonkonstruktionen in Berlin, 1880 - 1930" bereits in einem Katalog zusammengetragen wurden.

Frau Sabine Kuban (Jg. 1981) hat von 2008-2011 den Masterstudiengang „Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege“ an der FH Potsdam absolviert, war dort u.a. auch Projektassistentin am Institut für Bauforschung und Bauerhaltung und ist seit 2012 Akademische Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Werner Lorenz für Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung an der BTU Cottbus.

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend am Montag, den 26.10.2015 um 19:00 Uhr im AIV, Bleibtreustrasse 33, 10707 Berlin.

rosso nimbus

Neue, flexible Arbeitsformen sowie der gelebte Teamgedanke moderner Unternehmensformen führen immer häufiger zu offenen Arbeitsplatzsituationen wie Großraumbüros und Kombibüros. Die offene Grundrißgestaltung birgt jedoch das Risiko einer gegenseitigen Lärmbeeinträchtigung der Mitarbeiter mit den einhergehenden negativen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit.

Die Installation raumakustischer Maßnahmen zur Reduzierung der gegenseitigen Lärmbeeinträchtigung hat unmittelbaren Einfluß auf die architektonische Gestaltung der Innenräume. Die Berücksichtigung der akustischen Eigenschaften ist daher ein wichtiger Bestandteil des Entwurfsprozesses. Die Firma Nimbus hat sich auf Akustiklösungen für Großraumbüros spezialisiert und bietet insbesondere transparente Raumakustikelemente an, die moderne Innenraumgestaltungen unterstützen bzw. die es erlauben, denkmalgeschützte Innenräume mit minimaler optischer Beeinträchtigung, akustisch zu optimieren.

Im Rahmen des Vortrags der Akustikexperten der Fa. Nimbus (Referent: Herr Kühner) werden die akustischen Anforderungen unterschiedlicher Raumkombinationen vorgestellt und gestalterische Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Jens Hanisch/ AIV

Termin: Montag den 14.09.2015 um 19.00 Uhr im AIV, download pdf

rosso nimbus 1

St Hedwig Innenraum

Referentin: Dr. Sabine Schulte, Landesdenkmalamt Berlin

1953-63 wurde in Berlin die stark kriegszerstörte St. Hedwigs-Kathedrale wiederaufgebaut. Unter den Bedingungen des Kalten Krieges und der Spaltung der Stadt gelang mit der Vollendung des (Ost-) Berliner Bischofssitzes einer der bedeutendsten Leistungen kirchlichen Wiederaufbaus nach 1945. Ihre Gestalt verdankt die Kathedrale einer weltläufigen architektonisch-künstlerischen Raumschöpfung, die zugleich ein herausragendes Denkmal des Katholizismus ist.

Vielschichtig und hochpolitisch sind die Bedeutungen des im Geist der Reformen des II. Vatikanischen Konzils geschaffenen Kathedralraums. Architektur ist hier Bekenntnis – Ausdruck einer Tradition, in der für Katholiken aus Ost und West Erneuerungskraft, Zukunftsorientierung und Universalität liegen. Gerade weil die Überlieferung dieses national wertvollen Kulturerbes aktuell von Fragen der liturgischen Praxis und von innerkirchlichen Richtungsentscheidungen abhängig gemacht wird, liegt die Vermittlung dieser historisch-künstlerischen Zusammenhänge auch über Kreise der Kirche und Denkmalpflege hinaus im öffentlichen Interesse. Die Entscheidung über die Zukunft dieses hochbedeutenden Raum- und Geschichtsdenkmals ist auch von eminenter erinnerungspolitischer Tragweite.

Dr. Sabine Schulte plädiert als Sakralbau-Expertin dafür, ein Berliner Kulturdenkmal von einzigartigem Kunst- und Zeugniswert zu bewahren, und dagegen, ein bis heute bewegend modernes geistiges Raumzeichen zur Disposition zu stellen. Sie referiert über technisch notwendige Ertüchtigungen, eine zeitgemäße In-Wert-Setzung und nutzbringende Lösungen für die Kathedrale.

Dr. Peter Lemburg/ AIV

StHedwKa

Termin: Dienstag den 08.09.2015 um 19.00 Uhr im AIV.

Tagung Vision u Konstruktion Seite 1

Das Symposium wendet sich vor allem an Bauingenieure, konstruktiv interessierte Architekten und Studierende

Das Tragwerksplaner Symposium – Vision und Konstruktion thematisiert anhand herausragender nationaler und internationaler Beispiele die kreative Arbeit der Ingenieure, ihre Ideen bei der Tragwerksentwicklung und der Konzeption von Gebäuden. Besonders interessiert dabei der adäquate Umgang mit den unterschiedlichen verwendeten Materialien, ebenso wie die praktische Umsetzung des Tragwerkskonzepts auf der Baustelle. Der subjektive Zugang der planenden Ingenieure und ihre Ideen und Standpunkte werden von international bekannten Referenten vorgestellt und laden zur Diskussion ein.

Termin: Freitag, 09. Oktober 2015, 9:00 - 18:00 Uhr in der UdK/ Einsteinufer 43-53; Programm siehe Link