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In Preußen erlangte die „Heilstättenbewegung“ in den beiden Jahrzehnten vor und nach 1900 eine besonders große Bedeutung. Mit dem Aufkommen chirurgischer Methoden kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs war die Entwicklung beendet. Es wurden keine neue Heilstätten, sondern nur noch Fachkliniken für Tuberkulose gebaut.

In den Wäldern der Regionen Brandenburg, Harz und Riesengebirge finden sich an vielen Orten Klinikruinen. Besondere Zielsetzung der Forschungsarbeit bestand darin, einen vollständigen Überblick über die ehemaligen Einrichtungen in den (heute teilweise zu Polen gehörenden) Gebieten des ehemaligen Preußens zu bieten und zum anderen einen Einblick in die Behandlungsabläufe in den Tuberkuloseheilstätten zu vermitteln.

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend am Mittwoch, den 04.05.2016 um 19:00 Uhr im AIV, Bleibtreustrasse 33, 10707 Berlin. Anmeldung erbeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Dr. Andreas Jüttemann, Jahrgang 1985, studierte Psychologie an der FU Berlin und in Bremen (Nebenfach Stadtentwicklung). Ausstellungen und Buchprojekte zur Stadtgeschichte. Von 2012 bis 2015 krankenhausgeschichtliche Promotion an der Charité Berlin über Lungenheilstätten in Preußen (1863-1934). Von 2013 bis 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der Universität Halle-Wittenberg. Seit 2012 Kursleiter des Promotionskollegs der Charité und Beratungen für wissenschaftliches Arbeiten.