Sommerfeld Waldsiedlung 02

Vortrag von Dipl. Ing. Steffen Adam.

Die Jahrhundertfeiern zur Gründung des Bauhauses Weimar werfen ein Schlaglicht auch auf den jüdischen Bauunternehmer, Finanzier und Bauherrn Adolf Sommerfeld. Weniger bekannt ist offenbar Sommerfelds Wirken als Baumeister und Ingenieur des Holzbaus als kreativer Werkstoff im industrialisierten Bauen. Geradezu hymnisch pries schon Walter Gropius 1920 den Holzbau: „Holz ist ein wundervoll gestaltungsfähiges Material.... Holz ist der Urstoff der Menschen, der allen tektonischen Gliedern des Bauens genügt: Wand, Boden, Decke, Dach, Säule und Balken, der sich sägen, schnitzen, bohren, nageln, hobeln, fräsen, polieren, beizen, einlegen, lackieren und bemalen lässt“.

Heute sind Holz- und Massivholzbau mit der aktuellen Klimaschutzdebatte eng verzahnt. Um so mehr ist zu bedauern, dass die Blockhaus-Siedlung „Im Kieferngrund“ noch immer keine offizielle Würdigung gefunden hat. Der Vortrag zeigt die spannende Entwicklungsgeschichte des Holz- und Blockhausbaus als vielgestaltiges Phänomen von den „Ahnen“ - Nikolskoe, Alexandrowka - über die Konkurrenten Wolgaster Holzindustrie, Christoph & Unmark, Siebels Holzhausbau zum Wirken Adolf Sommerfelds und der Allgemeinen Häuserbau AG. Sie hören, wie man in der Vergangenheit mit diesen baulichen Zeugen einer baufreudigen, optimistisch auf die Zukunft ausgerichteten Periode der Stadtgeschichte umgegangen ist und werden über Sensibilität von Sanierung, Denkmalschutz, Um- / Rückbau und vieles mehr diskutieren können... 

Die Blockhausprojekte von Adolf Sommerfeld: Waldsiedlung Zehlendorf / Im Kieferngrund, MONTAG 11.11.2019, 19:00 Uhr im AIV Berlin, Bleibtreustasse 33.

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Eine Veranstaltung initiiert von Peter Lemburg

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