Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (AIV) befür­wortet nach wie vor die Ergänzung der offenen Mitte des Kulturforums nach dem städtebau­lichen Konzept von Hans Scharoun. Scharoun sah für die vakante Fläche an der Potsdamer Straße ein Gästehaus des Senats vor. Dafür gibt es heute keinen Bedarf mehr.

“Nahe liegende und der Bedeutung des Kulturforums angemessene Bauten werden sich aber auf die Schnelle nicht verwirklichen lassen oder sind wie die Zentral- und Landesbiblio­thek an anderer Stelle geplant. Auch der Raumbedarf für die Sammlung Pietsch reicht nicht aus, um die Fläche auf markante Weise zu füllen, für die der Standort hinter dem Skulpturen­hof der Nationalgalerie angemessen ist. Deshalb sind jetzt temporäre Lösungen gefragt, bis sich eine adäquate Nutzung für die offene Mitte findet, um die Unwirtlichkeit zu beseitigen“, erklärt Prof. Wolfgang Schuster, 1. Vorsitzender des AIV zu Berlin.

Solange sollte nach Ansicht des AIV zu Berlin die freie Fläche offengehalten werden. Prof. Wolfgang Schuster: „Eine wechselnde Bespielung kann die bestehende Barriere zwischen der Stadtöffentlichkeit und dem Kulturangebot der Anrainer aufweichen. Mehr noch, indem das Areal nicht sich selbst überlassen bleibt und künstlerische Interventionen es beleben, lassen sich die vielfältigen Potenziale des Platzes erst entdecken und veranschaulichen. Vielleicht entsteht dann, auf dem heute eher tristen Gelände, eine Szenerie, die nicht durch die Hochkultur bestimmt wird. Für einen Freiraum für Improvisationen - für die noch „kleinen Kulturen“ - bedarf es einer minimalen Infrastruktur, die ebenfalls temporär gedacht werden darf. Es gibt soviele Verstetigungspotenziale, denen nicht zwingend eine Planung vor­ge­schaltet werden muss.“

Presseanfragen: Jörg Brause - Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: (030) 24532-125, Mobil: (0170) 6878 007 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

schinkelpreis 2013

Große Pläne für Tegel: Das Ziel ist die Ansiedlung von 800 Unternehmen mit zwei Milliarden Euro Umsatz, 15.000 Arbeits- und 5.000 Studienplätzen. Tegel sei "eines der spannendsten Projekte in Europa", sagt der sagte der Chef der Projektgesellschaft, Philipp Bouteiller am Montag im Wirtschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses.

Spandau sucht Investoren für beste Lagen - Der AIV-Schinkel-Wettbewerb 2014 verspricht Impulse für den Berliner Bezirk.

Erstmals im März 2013 berichteten neben den Wochenzeitungen Berliner Woche und Mein Spandau auch der Tagesspiegel über den AIV-Schinkel-Wettbewerb 2014: „Spandau bei Berlin“ lautet das Thema in diesem Jahr. Wohl in nur wenigen Berliner Bezirken zerschneiden Verkehrsachsen den Stadtkern so massiv wie im Spandauer Zentrum, die die Altstadt von den angrenzenden Quartieren abtrennen. Darüber berichtete auch der Der Tagesspiegel am 23.01.2013 und titelte „Spandau sucht Investoren in besten Lagen“.

Kleebank

Der Bürgermeister von Spandau Helmut Kleebank auf dem 80 Meter hohen Rathaus (Foto: Kai-Uwe Heinrich)

Gefährliche Kreuzungen, Großsiedlungen ohne S-Bahnanschluss, eine abends oft leere Altstadt: Nun diskutieren Planer, wie der Bezirk attraktiver werden kann - zum Beispiel mit einer neuen Brücke an der Havel/Spree-Mündung?

Weiterlesen: 150 Architekten denken über Spandaus Zukunft nach (Rainer W. During am 04.01.2014 im Tagesspiegel)

Urbane Perspektiven für das Tempelhofer Feld weiterentwickeln

Aus Sicht des Architekten-und Ingenieur-Vereins zu Berlin steht mit dem Volksbegehren „Tempelhofer Feld“ auch die Frage nach einem zukunftsfähigen Städtebau für Berlin zur Diskussion. Dabei kann es nicht allein darum gehen, nur den prog­nostizierten wachsenden Bedarf an neuem Wohnraum auf Freiflächen wie dem Tempelhofer Feld zu realisieren oder andererseits von vornherein jede Bebauung oder Freiraumge­staltung abzulehnen.