Pressemitteilung :

161. AIV-Schinkel-Wettbewerb entschieden. Schinkelpreis an zwei Berlinerinnen.

Ausstellung in der Universität der Künste Berlin mit  herausragenden Ideen der 11 Preisträger aus ganz Deutschland.

Berlin, 12. März 2016. Stop-and-go gehört der Vergangenheit an. Nadelöhre wie die Knesebeckbrücke über den Teltowkanal lösen Tatjana Busch (28) und Elisabeth Stieger (26) auf. In ihrer Arbeit Teltow-Connection geht es umweltfreundlicher und ohne lange Umwege auch per pedes und Rad über den Kanal. 25 Jahre nach dem Mauerfall könnte der Wiederauf-bau der Wupperbrücke zwischen Zehlendorf und Teltow die Bahn frei machen für eine länder-übergreifende Stadtentwicklung. Für diese Idee wurden die beiden Berlinerinnen neben dem Schinkelpreis in Höhe von 3.000 Euro mit dem Italienstipendium der Hans-Joachim-Pysall-Stiftung in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet. Beide Preisträgerinnen studieren an der TU Berlin im Masterstudiengang Landschaftsarchitektur.Busch Stieger 72 72 097 4.0 205489 93365

Schinkelpreis 2016 für Teltow Connection von Tatjana Busch und Elizabeth Stieger

 

Ausstellungseröffnung AIV-Schinkel-Wettbewerb 2016

Schinkelpreis an zwei Berlinerinnen. 11 Preise für herausragende Leistungen an Teilnehmer aus ganz Deutschland vergeben.

Berlin, den 25.2.2016. Der 161. AIV-Schinkel-Wettbewerb „Zwischen Teltow und Zehlendorf“ ist entschieden. An der Nahtstelle der Länder Berlin und Brandenburg formulieren die prämierten Arbeiten unterschiedliche Entwicklungschancen für die Stadt- und Landschaftsräume entlang des Teltowkanals.

In Zeiten des Klimawandels und knapper werdender Ressourcen zeigen die ausgestellten Arbeiten exemplarisch nachhaltige Konzepte für die Stadtentwicklung, die Raum für eine umweltfreundliche Mobilität schaffen und isolierte Siedlungen besser vernetzen. Ein Patchwork aus Kleingartenkolonien, Gewerbe- und Industriefragmenten wie der Teltow-Werft (1907) mit weitläufigen Natur- und Freiräumen, das vielfältige Möglichkeiten bietet für eine große Bandbreite an Ideen.

Die jungen Planer formulieren Ideen für eine länderübergreifende Entwicklung in der wachsenden Metropol- und Hauptstadtregion.

Logo AIV Raster

Als kritischer Begleiter der Berliner Stadtentwicklung nimmt der AIV zu Berlin zu aktuellen Planungsvorgängen und Themen der Baukultur in den Medien Stellung. Im November standen mit der Friedrichswerderschen Kirche und dem Magnus-Haus gleich zwei herausragende Berliner Baudenkmäler im Fokus der Medien, zu denen der AIV-Vorsitzende Prof. Wolfgang Schuster in Interviews und Pressemitteilungen Stellung nahm.

Kleinod mit Stützkorsett

titelte die Berliner Zeitung am 5. November in ihrer Printausgabe zu den Bauschäden an der Friedrichswerderschen Kirche. An Schinkels Backsteinbau (1825 – 1831)  drohten nun weitere irreversible Schäden durch einen zweiten Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft, heißt es in der Berliner Zeitung .

Magnus-Haus: Machtloser Denkmalschutz

Gegen den Plan von Siemens für eine Hauptstadtrepräsentanz im Garten des Magnus-Hauses protestierte der AIV zu Berlin zusammen mit acht namhaften Berufsverbänden in einem offenen Brief und rief alle Kollegen dazu auf, sich nicht an dem geplanten Wettbewerb für das Areal zu beteiligen. Architekten rufen zum Boykott von Siemens-Wettbewerb auf, berichteten die Berliner Morgenpost und zahlreiche andere Medien dazu Berliner Morgenpost. (Richtig ist, dass lediglich eine sorgfältige Prüfung zur Teilnahme empfohlen wird).

Über das Jahr begleite der AIV zu Berlin auch die „Stadtdebatte Berliner Mitte. Alte Mitte, neue Liebe?", zu der bereits im Januar AIV-Vorstandsmitglied Dr. Benedikt Goebel in der RBB Abendschau interviewt wurde.

Comeback für das ICC

Die 2. Vorsitzende des AIV, Dr. Melanie Semmer, lud dazu am 3. November zusammen mit den Berliner Wirtschaftsgesprächen zu einer Podiumsdiskussion über die Zukunft des ICC ein. Der Riese muss sich rechnen (Berliner Woche) oder Schwieriges Messegelände (taz.die tageszeitung) lauteten einige Schlagzeilen über die Veranstaltung, die auf die geplante Mischnutzung von Kongressbetrieb und den durch private Investoren zu entwickelnden übrigen Flächen anspielten. Der Tagesspiegel ging in seiner Printausgabe unter der Überschrift Rein ins Raumschiff* auch auf die dort geplante Unterbringung von Flüchtlingen ein Der Tagesspiegel .

ICC 19

Foto: Claus Rottenbacher

Comeback für das Internationale Congress Centrum Berlin – aber wie? Eine Podiumsdiskussion mit Werkstattcharakter suchte nach Ideen und gibt neue Impulse. Der Tagesspiegel und Berliner Woche berichteten.

Von „Arche Noah“ über „Panzerkreuzer Charlottenburg“, „Alu-Monster“ bis zu „Raumschiff“. Der Berliner Volksmund kennt viele Spitznamen für das Internationale Congress Centrum Berlin. Mit seinen 320 Metern Länge, 80 Metern Breite und 40 Metern Höhe ist der von den Berliner Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte geplante, in nur vier Jahren Bauzeit fertiggestellte und am 2. April 1979 eröffnete Gigant, längst stark sanierungsbedürftig und seit 2014 geschlossen.