Der 161. AIV-Schinkel-Wettbewerb „Zwischen Teltow und Zehlendorf“ sucht für das Wettbewerbsgebiet beidseits des Teltowkanals Ideen für eine nachhaltige Stadtentwicklung in einem zwischenstädtisch geprägten Raum. Bei dem vom Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (AIV) ausgelobten größten Ideen- und Förderwettbewerb im deutschsprachigen Raum für junge Planer erwarten die Teilnehmer insgesamt rund 25.000 Euro Preisgelder.

Unsere Städte werden seit Ende der 1950er Jahre durch ein Patchwork aus unterschiedlichen Siedlungs- und Landschaftsfeldern eingefasst. Ein Trend, der bis heute anhält mit Folgen für die Umwelt und einem entsprechend intensiven Flächenverbrauch. Angetrieben wurde diese Entwicklung durch den Automobilverkehr bei günstig verfügbaren Energieressourcen, dem städtebaulichen Paradigma der Nutzungstrennung und der Präferenz für introvertierte und aufgelockerte Wohnformen.

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Bild: Das länderübergreifende Wettbewerbsgebiet rund um den Teltowkanal liegt in Zehlendorf im Berliner Süden und auf Brandenburger Seite in der Stadt Teltow (copyright Stadt Berlin, 2015)

Mehr Radwege statt Straßen

Trotz inzwischen veränderter Rahmenbedingungen bleiben die Planungs- und Entwicklungsmechanismen weitgehend unverändert. Das Ergebnis lässt sich beispielhaft in den Randlagen vieler deutscher Städte ablesen. Stellvertretend soll dazu im Rahmen des diesjährigen Wettbewerbs das Areal zwischen Berlin Zehlendorf und Teltow in den Fokus genommen werden. Gesucht werden Entwürfe, die Möglichkeiten für eine mittel- und langfristige Entwicklung der Flächen zwischen Teltow und Zehlendorf aufzeigen. Sie sollen zugleich die Öffentlichkeit und Politik für die besonderen Potenziale des Ortes sensibilisieren. Der Teltowkanal teilt als Ländergrenze Berlin und Brandenburg. Zurzeit bildet er eine Barriere, die eine gemeinsame städtebauliche Entwicklung hemmt. Als wichtiges Grün- und Landschaftselement bietet er aber auch Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung des Areals.

Interdisziplinäre Arbeitsgruppen

Der Grünraum ist eingebettet in ein Nebeneinander aus vereinzelt liegenden Siedlungen, Kleingartenkolonien, dazwischen Gewerbe und Industriefragmente wie die Teltow-Werft am Ende der Sachtlebenstraße auf Zehlendorfer Seite. Hier endet der Weg über den Kanal an den Überresten einer längst zerstörten Brücke. Ein Anknüpfungspunkt, der sich für eine stärkere Vernetzung der beiden Uferseiten anbietet. Auf dem Gelände der denkmalgeschützten Teltow-Werft soll ein Quartier am Wasser entstehen mit einem Angebot für Freizeit und Kultur, das durch die neue Brücke leichter erreichbar wird.

Die bestehenden Angebote des Nahverkehrs sind nur schwer zu erreichen. Gesucht werden deshalb umweltfreundliche Alternativen zum motorisierten Verkehr, die insbesondere die Mobilität von Radfahrern und Fußgängern verbessern und durch ein erweitertes Wegenetz kürzere Distanzen ermöglichen.

Wie in jedem Jahr richtet sich der Wettbewerb an interdisziplinäre Arbeitsgruppen aus Ingenieuren, Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplanern und Künstlern. Die Teilnehmer dürfen bei Abgabe der Beiträge nicht älter als 35 Jahre sein. Insgesamt wünscht sich der Auslober Beiträge, die exemplarisch Transformationsmöglichkeiten der Zwischenstadt aufzeigen.

Am 13. März 2016, dem Geburtstag des Namensgebers Karl-Friedrich Schinkel, werden die Preise verliehen. Eine Ausstellung zeigt ab dem 12. März 2016 die prämierten Entwürfe.

Der 1824 gegründete Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin hat das Ziel, die Baukultur zu fördern. Seine wichtigste Aufgabe sieht der traditionsreiche Verein darin, Stellung zu aktuellen Planungsvorgängen zu beziehen.


Presseanfragen:

Jörg Brause - Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin,

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

Telefon: (030) 24532-125,

Mobile: (0170) 6878 007

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