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Alternativen für die Lichtenberger Stadtentwicklung 

Zum 160. Mal lobt der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin den Schinkel-Wettbewerb für junge Planer und Künstler aus. Im Mittelpunkt steht die Umnutzung eines Braunkohlekraftwerks in dem Berliner Bezirk Lichtenberg. Es steht insgesamt eine Summe von rund 20.000 EUR für Preisgelder zur Verfügung. 

Das Wettbewerbsgebiet des AIV-Schinkel-Wettbewerbs 2015 „Neuland Lichtenberg“ führt in ein vielschichtiges Stadtfeld im Bezirk Lichtenberg zwischen dem nördlichen Spreeufer und der Köpenicker Chaussee. Einem Patchwork aus Brachen, leer stehenden Gewerbeeinheiten und Grünflächen, deren Nähe zum Fluss durch ein fast durchgängig gewerblich genutztes Band kaum erlebbar ist. Mit der Stilllegung des Braunkohlekraftwerks Klingenberg  entstehen Chancen, den gewerblich geprägten Raum zu einem Stadtteil mit einem Wohnangebot für unterschiedliche Einkommensgruppen zu entwickeln. Teilnehmen können Studierende und berufstätige Planer und Künstler, die bei der Abgabe der Wettbewerbsunterlagen am 3. Februar 2015 nicht älter als  35 Jahre sind. 

„Der interdisziplinäre Wettbewerb wird ab diesem Jahr erstmals in drei Themenschwerpunkten - Vernetzung und öffentlicher Raum, Quartier und Mischung, Objekt und Intervention – ausgelobt, für die jeweils ein Schinkelpreis (mind. 3.000 Euro) verliehen werden kann“, sagt Dr. Melanie Semmer, 2. Vorsitzende des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Berlin und Jury-Vorsitzende. „Damit soll die Kooperation zwischen den insgesamt sieben Disziplinen verstärkt gefördert werden. Gefordert werden Entwürfe, die die bestehende Gemengelage um das Kraftwerk neu ordnen, stärker mit den umgebenden Stadtteilen verknüpfen und eine Mischung aus Arbeiten und Wohnen ermöglichen.“ 

Gefragt sind Pläne für ein Stadtteilzentrum, Kultur- und Freizeiteinrichtungen und für eine an den Bedürfnissen von Fußgängern und Radfahrern orientierte Wegführung, die das Gebiet besser vernetzt mit den umliegenden Stadtteilen. Für die Infrastruktur sollen Lösungen für umweltfreundliche Verkehrsarten vorgesehen werden, die die  zu entwickelnden Landschaftsräume für die Naherholung erlebbar machen könnten. 

Pioniere gesucht!

Gesucht werden außerdem Objekte und Interventionen, um die  Eigenständigkeit des Ortes sichtbar zu machen. „Hier sind Pioniere gesucht, die diesem Ort, mit all seinen Eigenheiten und Qualitäten, eine neue programmatische und urbane Bedeutung geben“, erklärt Dr. Melanie Semmer. 

Der Schinkel-Wettbewerb hat eine lange Tradition, er wird seit 1855 jährlich vom Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin ausgelobt. Der 13. März, der Geburtstag des Namensgebers Karl-Friedrich Schinkel, wird traditionell für das Schinkelfest mit Preisverleihung und einen baukulturellen Dialog genutzt. 

Ziel des größten Förder- und Ideenwettbewerbs für junge Planer im deutschsprachigen Raum ist es Aufgaben zu stellen, die deren Kreativität und Fantasie für die Lösung zukunftsorientierter Planungsaufgaben herausfordern. Die Vielfalt der Ideen soll die Planungskultur fördern und bereichern. 

Teilnehmer können in den insgesamt sieben Disziplinen, vom Städtebau über Architektur und den Ingenieurwissenschaften, der Denkmalpflege und der Freien Kunst Entwürfe sowohl als Kooperationsaufgabe mehrerer Disziplinen wie auch für einzelne Fachsparten abgeben.  

Informationen zum Wettbewerb und die Auslobung im Internet finden Sie hier. Die Anmeldung erfolgt über www.competitionline.com  

Presseanfragen: Jörg Brause - Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: (030) 24532-125, Mobil: (0170) 6878 007 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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