Ingenieurbaukunst: Heimkehr. Aufbruch.

"...Nun hat die Kunst-Welle definitiv auch das Bauingenieurwesen erreicht. Schon seit einiger Zeit agiert die schweizerische "Gesellschaft für Ingenieurbaukunst", in Berlin hat sich die "IngenieurKunst-Galerie" zum „Ingenieurbaukunst-Verein“ entwickelt, gleich mehrere Archive für "Architektur und Ingenieurbaukunst" wurden begründet, einzelne Bundesländer richten "Tage der Ingenieurbaukunst" aus, eine Wanderausstellung "Ingenieurbaukunst - made in Germany" tourt durch die Republik, die  Bundesingenieurkammer gibt – nun schon seit 2001 - das "Jahrbuch Ingenieurbaukunst in Deutschland" heraus, und zeichnet zudem seit 2007 in einer sehr erfolgreichen Kampagne "Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland" aus - von der Stiftung Baukultur gar nicht zu reden.

Kunst allerorten.Nicht der Terminus "Ingenieurbaukunst" an sich überrascht, der Begriff ist ja nicht neu. Bemerkenswert jedoch ist seine unversehens signifikant zunehmende Verbreitung, verbunden mit der Beobachtung, dass es nicht mehr nur etwa Außenstehende oder Ruheständler sind, die von Ingenieurbaukunst reden. Es sind gerade auch die Bauingenieure selbst, die nun die "Kunst" für sich zu reklamieren beginnen.
    
Was steckt dahinter? Ich möchte die halbe Stunde der Zeit, die Sie mir ihre Aufmerksamkeit schenken, dazu nutzen, um mit Ihnen zunächst kurz darüber nachdenken, woher der Begriff Ingenieurbaukunst eigentlich kommt und für was er steht; dann will ich Ihnen die These nahe bringen, dass Ingenieurbaukunst, die den Namen verdient, stets unmittelbar mit sehr traditionellen Tugenden guten Konstruierens verbunden war und ist (... Schinkel hätte seine Freude daran!), um schließlich zumindest in Stichworten die Parameter zu umreißen, die uns helfen könnten, diesen Tugenden und einer damit verbundene „Haltung“ – gleichermaßen realistisch wie mutig – wieder zu mehr Geltung zu verhelfen...."

Festrede als download.

Video, Schnitt und Regie: Swantje Uphoff Videoproduktion

Viel Spass! Ihr AIV zu Berlin