Tubbesing Gross Berlin1910 k

Am Dienstag, den 4. Dezember wird im Bücherbogen das neue Buch von Markus Tubbesing zum Wettbewerb Groß-Berlin 1908-10 vorgestellt. Der Wettbewerb war ein wesentlicher Schritt hin zu Groß-Berlin, zudem ein Meilenstein in der Entwicklung des Berliner Städtebaus, ja des modernen Städtebaus schlechthin. Markus Tubbesing ist seit kurzem Professor für „Entwurf Denkmalpflege“ am Fachbereich „Stadt|Bau|Kultur“ der Fachhochschule Potsdam.

Er ist zudem eine Schlüsselperson bei der Vorbereitung des Jubiläumsjahres 2020: des AIV-Projekts "100 Jahre (Groß-)Berlin. Berlin-Brandenburg 1920 | 2020 | 2070. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Hauptstadtregion", der Werkbund-Publikation "In Sicht: 100 Jahre (Groß-)Berlin. Berlin und seine Zentren" sowie (als Autor) der Hermann-Henselmann-Stiftung-Publikationsreihe "100 Jahre Groß-Berlin. Entwicklungsfaktoren der Großstadtregion". Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein.

Buchpräsentation: Der Wettbewerb Gross-Berlin, Dienstag 04.12., 19:30 Uhr im Bücherbogen Savgnyplatz

Eine Veranstaltung initiiert von Harald Bodenschatz

Seite1 181122 Berlin 2020

Am 1. Oktober 2020 wird (Groß-)Berlin 100 Jahre alt. Am Zustandekommen der Großstadt durch die umfassende Eingemeindung mehrerer umliegender Städte und Landgemeinden sowie zahlreicher Gutsbezirke war der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin aktiv beteiligt

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts steckte die Großstadtregion Berlin in einer kommunalpolitischen und städtebaulichen Krise. Die Bevölkerung wuchs dramatisch schnell, doch es gab keinen adäquaten Wohnraum für die Bevölkerung. Das kommunale Verkehrsnetz war im Werden, wuchs jedoch völlig unzureichend und planlos. Die Kommunen waren – auch wegen der kommunalen Zersplitterung der Großstadtregion – nicht in der Lage, das Wachstum zu steuern.

Daraufhin entschlossen sich 1908 die Mitglieder des AIV zu Berlin zusammen mit anderen zivilgesellschaftlichen Kräften einen Wettbewerb auszuloben, der erstmals überhaupt die Steuerung des Wachstums einer Großstadtregion ins Zentrum stellte. Die Wettbewerbsergebnisse wurden 1910 ausgestellt und intensiv diskutiert. 1912 wurde der Zweckverband Groß-Berlin gebildet. Doch es dauerte weitere acht Jahre, bis 1920 das „Groß-Berlin-Gesetz“ ratifiziert und am 1. Oktober 1920 in Kraft gesetzt wurde. Die Reichs- und Landeshauptstadt hatte damit rund vier Millionen Einwohner und war in den 1920er-Jahren die größte Stadt Kontinentaleuropas und die nach London und New York drittgrößte Stadt der Welt.

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums dieses Ereignisses hat der AIV zu Berlin beschlossen, nicht nur die städtebauliche Entwicklung der Großstadtregion Berlin in einer Ausstellung aufzuarbeiten, sondern in Abstimmung mit dem Berliner Senat für Stadtentwicklung und dem Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung einen Wettbewerb auszuloben, in dem die Fragestellungen der zukünftigen 50-jährigen Entwicklung behandelt werden sollen.

Prof. Dr. h.c. Wolfgang Schuster

180613 Berlin 2020

AIV erhält Lottomittel für große Berlin-Ausstellung

Am 1. Juni 2018 bewilligte die Stiftung Deutsche Klassenlotterie dem AIV Geldmittel für das Ausstellungsprojekt „100 Jahre (Groß-)Berlin 1920 | 2020 | 2070“. Damit ist die Jubiläumsausstellung grundfinanziert, so dass die Arbeit am Konzept zügig voranschreiten kann und weitere Sponsoren geworben werden können.

9783867322904

Eine neue, fünfbändige Tagungs- und Publikationsreihe »100 Jahre Groß-Berlin«

Das (Groß-)Berlin-Gesetz von 1920 schuf die Rahmen­bedingungen auch für eine neue Wohnungspolitik. Sie führte zur Verbesserung der Wohnverhältnisse breiter Schichten. Erst mit (Groß-)Berlin war eine einheitliche kommunale Planung und ein öffentlich kontrollierter Wohnungsbau möglich, der in der Weimarer Republik, in der NS-Zeit und in den Jahrzehnten der Spaltung der Stadt unterschiedliche Formen annahm. Vor dem Hintergrund wachsender Bevölke­rungszahlen und steigender Mieten stellt sich heute erneut die Frage nach einer neuen Wohnungspolitik in Berlin und darüber hinaus für die gesamte Hauptstadtregion. Historische und aktuelle Beiträge dazu werden um Erfahrungen aus Paris, Moskau und London bereichert.

Edition Gegenstand und Raum, mit Texten von Denis Bocquet, Harald Bodenschatz, Klaus Brake, Ephraim Gothe, Maren Harnack, Andrej Holm, Maren Kern, Celina Kress, Christina Lindemann, Katrin Lompscher, Philipp Meuser, Sarah Oßwald, Cor­delia Polinna, Jo Sollich

224 Seiten, 170 x 240 mm, Klappenbroschur, zahlreiche Schwarzweißabbildungen, ISBN 978-3-86732-290-4ISBN 978-3-86732-290-4

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