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Architektur wird im ‚Dritten Reich‘ und in der Analyse der Architektur des ‚Dritten Reichs‘ immer wieder als ‚Wort aus Stein‘ bezeichnet. Damit wird ein enger Zusammenhang von Politik und Baukunst behauptet, was vor 1945 zur Nähe der Architektur zum Nationalsozialismus beitrug und nach 1945 zu massiven Forderungen, diese weiterhin als sprechend empfundene Architektur abzureißen. Zugleich gibt es Architekten, Architekturtheoretiker und Bauhistoriker, die das Sprechen der Architektur als Wunschdenken abtun und die Bauten aus der Zeit des ‚Dritten Reichs‘ als vorzügliche Beispiele einer überpolitischen klassizistischen Ästhetik verstehen. Aber was ist das, ein ‚Wort aus Stein‘?  Ein Befehl, eine Gebrauchsanweisung, ein Manifest, eine Predigt, ein Poem, ein Roman, ein Lullaby (Kinderschlaflied)? Oder gar ein unschuldiges weißes Blatt?

Eduard Führ hatte bis zu seiner Emeritierung den Lehrstuhl Theorie der Architektur an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg inne.

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Berlin besitzt eine Friedhofslandschaft unvergleichlicher Vielfalt auf über 200 Standorten. Die zahlreichen historischen Grab– und Friedhofsanlagen sind herausragende Zeugnisse der Kunst–, Kultur– und Stadtgeschichte, die den Besitzern und Friedhofsbetreibern jedoch oft mehr Sorgen als Freude bereiten. Obwohl schon während der 80er Jahre in beiden Stadthälften Zeichen zur Sepulkralthematik gesetzt wurden, rückte sie nach Überwindung der Teilung noch stärker in das öffentliche Interesse.

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Der Standort des künftigen Bauhaus-Museums ist einzigartig: Das neue Museum wird sich zwischen dem ehemaligen und einzigen „Gauforum“ der NS-Diktatur und der grünen Kulturachse der Weimarer Republik, einem Volkspark von nationaler Bedeutung, erheben.

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Foto: Ariel Huber

Mahendra Raj begann seine Karriere 1951 als erster Ingenieur auf der Baustelle von Chandigarh. Fünf Jahre arbeitete er im indischen Team an der Ausführung jener Regierungsbauten von Le Corbusier, die im Juli 2016 als Weltkulturerbe gelistet wurden. Nach einem Studium in den USA eröffnete er ein eigenes Büro in seiner Heimat. Der 91-Jährige gilt heute als wichtigster Tragwerksplaner Indiens, denn mit seinen innovativen Lösungen für Bauten in Sichtbeton prägte er entscheidend die Architektur nach der Unabhängigkeit des Landes.

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Die Zukunft des Gärtnerns liegt in Berlin. Ab 13. April 2017 findet hier ausgehend von Marzahn-Hellersdorf die Internationale Gartenausstellung Berlin 2017 statt. Inmitten einer der größten Plattenbausiedlungen Europas dreht sich dann alles um grüne Stadträume und Kultur in unterschiedlichster Dimension und Gestalt. Insgesamt rund 100 Hektar umfasst die IGA-Ausstellungsfläche in Berlins östlichstem Stadtbezirk. Das IGA-Gelände, das die bereits bestehenden „Gärten der Welt“, das weitläufige Wuhletal mit dem Kienberg und die markante Marzahner Hochhaussilhouette miteinander verbindet, bietet beste Voraussetzungen, um Gartenkunst, Landschaft und grüne Kultur vielfältig und überraschend zu gestalten. Über die Baustelle führt uns Frau Andrea Gerischer, Mitarbeiterin des Besucherzentrums.